Last Update:
05.11.2017






Die Kollegen:

Hallo und herzlich Willkommen in New York! Ich bin die Bürgermeisterin der Stadt, und hier möchte ich euch kurz die zweite Ghostbusting-Firma vorstellen, die in unserer Stadt ansässig ist.

Zuerst aber ein bißchen Hintergrundwissen:

Welche Firma war zuerst da?

Um zunächst einmal mit einem großen Mißverständnis aufzuräumen: Es gibt zwei verschiedene Ghostbuster-Fandoms, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben – abgesehen von dem Namen. Das eine Team ist von der Produktionsfirma Filmation, das andere Team gehört zur Produktionsfirma Sony / Columbia. Zu dem zweiten Fandom gehören die Kinofilme, sowie die Real Ghostbusters-Zeichentrickserien.

Zuerst war allerdings die Filmation-Gruppe da! Die Väter von Jake und Eddy starteten nämlich bereits in 1975! Als 1984 der erste Ghostbuster-Kinofilm herauskommen sollte, der mit der alten Filmation-Serie gar nichts zu tun hatte (sieht man davon ab, daß die Jungs den gleichen Job machen), mußte sich Columbia Pictures die Rechte am Namen erst teuer von Filmation erkaufen. Es folgten dann die beiden Zeichentrickserien, eine basierend auf der alten Live Action-Serie von Filmation, und eine basierend auf dem Kinofilm. Verwirrenderweise starteten beide Serien im gleichen Jahr, 1986, und das nur um nicht einmal eine Woche voneinander entfernt. Aber selbst da waren die Filmation-Jungs eher da. So mag sich Sony Pictures Television, die schließlich die Zeichentrickserie produzierte, zur Unterscheidung den Namen »The Real Ghostbusters« gesichert haben – »The Original Ghostbusters« sind und bleiben aber das Team von Filmation.

Zur besseren Übersicht habe ich nachfolgend für euch mal eine Timeline erstellt, in der man den zeitlichen Ablauf verfolgen kann. Das kleine Symbol daneben zeigt euch an, ob die Veröffentlichung zu dem Filmation-Fandom, oder zu dem Columbia/Sony-Fandom gehört, ich werde euch noch ein paar allgemeine Informationen zu den einzelnen Serien/Filmen geben. Außerdem möchte Leela zu den einzelnen Bereichen auch noch etwas sagen. Leelas persönliche Kommentare erkennt ihr an der grünen Schrift.

Fandom

Veröffentlichung

1975: The Ghost Busters

Diese Live Action-Serie ist als reine Sitcom angelegt – also zur reinen, nicht sonderlich ernstgemeinten Unterhaltung. Protagonisten sind hier Jake Kong, Eddie Spenser und Tracy, der Gorilla, die zusammen das Geisterjäger-Team bilden.

Als Sitcom angelegt wartet die Serie für mich mit dem genau der richtigen Art von Cartoon-Humor auf, die ich mag. Forrest Tucker, Larry Storch und Bob Burns sind in der Rolle des Geisterjäger-Trios »Spenser, Tracy & Kong« (Firmenname auf der Bürotür) auch einfach unschlagbar.

1984: Ghostbusters – Der Film

Dieser Realfilm ist vollkommen unabhängig von der Filmation-Serie. Das Team besteht hier aus Dr. Peter Venkman, Dr. Egon Spengler, Dr. Ray Stantz, Winston Zeddemore, sowie der Sekretärin Janine Melnitz.

Im Grunde ist der Film von der Grundidee her sehr nett und unterhaltsam angelegt, und gerade Dan Aykroyd als Ray, Harold Ramis als Egon und Ernie Hudson als Winston mag ich sehr. Leider kann ich mir den Film kaum ansehen, da mich Bill Murray in seiner Rolle als Peter Venkman förmlich aggressiv macht. Ich bin ohnehin nicht unebdingt der Bill Murray-Fan, in dieser Rolle geht es allerdings für mich gar nicht. Schade. Etwas über das Ziel hinaus. Der Film mag als Kultfilm deklariert sein, der Venkman-Faktor verleidet mir das gucken allerdings drastisch.

1986: Filmation's Ghostbusters

Dies ist die Zeichentrickserie zu der Live Action-Serie von 1975. Das Team bilden nun die Söhne Jake Kong junior und Eddie Spenser junior, zusammen mit dem Gründungsmitglied Tracy. Wenngleich die Zeichentrickserie sehr phantasievoll und surreal angelegt ist, ist sie im Kern jedoch um einiges ernster angelegt als ihre Vorgängerserie.

Sieht man von der Phantasielosigkeit der Namensvergebung ab (warum die Söhne unbedingt genauso wie ihre Väter heißen mußten, erschließt sich mir nicht), fesselt mich die Serie durch ihr surreales, phantasievolles Setting und die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.

1986: The Real Ghostbusters

Diese Zeichentrickserie basiert auf dem Film aus 1984. Die Protagonisten sind dieselben, nur als Zeichentrickcharaktere. Die Charaktere sind hier allerdings etwas anders angelegt als die Filmcharaktere, so daß man sie nicht unbedingt miteinander vergleichen kann. – Wo Filmation phantasievoller an das Setting gegangen ist, ist die Real Ghostbusters-Serie wirklichkeitsgetreuer und wissenschaftlicher angelegt - eventuell kommt daher auch der Zusatz »Real«.

Die Zeichentrickserie habe ich gerne geguckt, auch wenn ich den Zeichenstil nicht so ansprechend finde wie den von Filmation. Aber hier mag ich sogar Peter. Auch wenn er trotz allem noch etwas überheblich rüberkommt, tut er es hier doch auf eine niedliche Art, und nicht auf so eine ätzende wie im Film.

1988: Slimer!

Die Slimer-Serie ist eine reine Kinderserie. Die Charaktere aus der Zeichentrickserie sind stark verniedlicht, und die Geschichten sind ebenfalls bunter – ein bißchen im Tom&Jerry-Style.

Ich bin im Grunde kein Slimer-Fan. Aber in seiner eigenen Serie mag ich ihn sehr gerne. Im Gegensatz zu den Ghostbuster-Charakteren, die mir hier doch zu stark verniedlicht sind.

1989: Ghostbusters II

Die Fortsetzung zu dem ersten Kinofilm schließt vom Setting her an diesen an. Die gleichen Charaktere werden auch wieder von den schon bekannten Darstellern gespielt.

Der Film krankt für mich leider an dem gleichen No-Go, wie der erste Film: Peter Venkman (Bill Murray). Hier habe ich die gleiche Last, wie oben beschrieben. Für mein dafürhalten hätte man deutlich mehr aus beiden Filmen rausholen können, wenn man hier charakterlich ein gutes Stück auf dem Teppich geblieben wäre. So ist es mir unverständlich, wie ein so ätzender Typ wie Venkman mit seiner Art überhaupt ankommen kann. – Darüber hinaus gefällt mir der Film von der Story her besser als der erste Film. Kann man sich gut zwischendurch mal ansehen.

1997: Extreme Ghostbusters

Eine weitere Ableger-Serie der Filme und Fortsetzung zu der Real Ghostbusters-Zeichentrickserie. Hier wird aber ein neues Team in's Rennen geschickt: Kylie Griffin, Garrett Miller, Roland Jackson und Eduardo Rivera. Zumindest aber Egon und Janine haben Gastauftritte.

Der Zeichenstil ist mir deutlich zu kantig. Dadurch wirken die Charaktere nicht natürlich, und das gefällt mir nicht so gut. Sieht man davon ab, habe ich mir die Serie gerne angesehen, auch wenn sie nicht mein Hightlight ist. Ich mag allerdings Eddie (Eduardo), und das nicht wegen dem Namen. ^.~

2016: Ghostbusters (2016)

Der Film basiert grundsätzlich wieder auf den ersten beiden Kinofilmen. Hier wird die Geschichte allerdings neu erzählt, mit einem neuen Team: Dr. Abigail Yates, Dr. Erin Gilbert, Dr. Jillian Holtzmann und Patty Tolan.

Als ich zuerst gehört habe, daß ein neuer Ghostbuster-Film mit einem reinen Frauenteam rauskommen sollte, war ich zunächst ein wenig skeptisch. Ich mag es nicht, mit Gewalt eine bestehende Geschichte geschlechterspezifisch um 180 Grad zu drehen, weil dies oftmals gekünstelt und forciert wirkt. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, und wurde überrascht! Die Geschichte ist schlüssig erzählt und wirkt nicht erzwungen – darüber hinaus wirkte der Film erfrischend, weil ich mich auf alle Charaktere hundertprozentig einlassen konnte. Die Geschichte ist großartig erzählt, und für mich ist es der beste und in sich harmonischste Ghostbuster-Film von allen. Der neue kommt an die anderen beiden nicht heran? Wenn man mich fragt, hat er die anderen beiden um Längen geschlagen! Und das hätte für mich auch ohne Cameos funktioniert, da der Film in sich mich komplett überzeugt hat. Allein von den Charakteren und der Umsetzung der Geschichte stellt der neue Ghostbusters-Film für meinen Geschmack die zwei Vorgänger locker in den Schatten.

Nachfolgend möchte ich euch die zweite Ghostbusting-Firma ein wenig näher vorstellen:

Wer sind die »anderen« Ghostbusters?

Das Team besteht aus (siehe Bild, v.l.n.r.) Ray Stantz, Peter Venkman, Egon Spengler und Winston Zeddemore. Die Frima ist in einem alten Feuerwehrhaus ansässig. Unterstützt werden sie dabei von der Sektretärin Janine Melnitz, außerdem treibt ein Hausgeist, Slimer, sein Unwesen, der insbesondere Peters Unmut schürt.