Last Update:
15.04.2018







The Making of Filmations Ghostbusters Cosplay

Wie hat alles begonnen? Wie ist es verlaufen, bis das Cosplay zum ersten Mal zum Einsatz kam? Hier erzählen Lemmy und Leela über den Entstehungsprozeß ihres Ghostbuster-Cosplays.

Lemmys Jake-Cosplay

Okay, wo soll ich anfangen? Vielleicht damit, dass ich kein professioneller Cosplayer bin, sondern nur ein Fan, der sich gerne kostümiert.

Wenn mich eine Figur in einer Serie oder anderweitig fasziniert und begeistert, kann es vorkommen, dass dann eine komplette Kostümierung daraus wird, eben ein sogenanntes Cosplay. In den letzten Jahren habe ich bereits Charaktere aus Star Trek Deep Space Nine, dem »Silmarillion« von Tolkien und aus Harry Potter auf Conventions (Fed Con und Ring Con) dargestellt.
Jake Kong von den Filmations Ghostbusters ist nun der vierte Charakter, den ich so sehr mag, dass ich ihn gerne cosplayen wollte. Als Fan der Serie ist diese Überlegung eigentlich auch gar nicht so abwegig, oder ;-)?

Da ich ja bereits wusste, dass Leela nicht nur ein großer Fan der Serie, sondern insbesondere ein großer Fan von Eddie ist, und ich mich mit ihr seit Sommer 2013 bis heute mehr oder weniger regelmäßig über die Filmations Ghostbusters austausche, lag die Idee nahe, sie einfach mal zu fragen, ob sie nicht Lust zu einem gemeinsamen Jake und Eddie-Cosplay hätte. Tja, der Rest ist nun schon Geschichte… :-).

Im Januar 2014 habe ich die Idee gehabt und Leela gefragt, ob sie mitmachen wolle. Anfang März 2014 haben wir dann angefangen, uns um unser Projekt zu kümmern. Und nun, nach rund einem Jahr, ist es fertig, und wir hatten bislang schon viel Spaß damit.

Gedacht ist das Projekt vor allem als Hommage an Lou Scheimer, den 2013 verstorbenen Vater von Filmation, der uns seine Ghostbusters (und andere gute Zeichentrickserien) und damit ein komplettes Universum voller Magie, liebenswerter Charaktere, verrückter Ideen und jeder Menge Fantasie geschenkt hat. Wir wollen zeigen, dass die Serie auch heute noch ihre Fans hat, und dass es Fans gibt, die richtig kreativ werden können, wenn ihnen etwas am Herzen liegt.

Leelas Eddie-Cosplay

Es war der 19. Januar 2014, als Lemmy mir »endlich« offen ihre Idee mit dem Cosplay unterbreitete. Nicht, daß ich es nicht schon seit ein paar Briefen erwartet hätte! Immerhin kannte ich sie nach einem halben Jahr Briefwechsel ja schon ein bißchen, und die eine oder andere Andeutung zwischen den Zeilen blieb mir nicht verborgen! ^^ Nun war es aber soweit, daß sie sich traute, mich direkt darauf anzusprechen. Und so hatten wir ein neues Thema in unserer Ghostbuster-Korrespondenz: Das Ghostbuster-Cosplay!

Gecosplayed in dem Sinne hatte ich bis dahin noch nicht (also einen bereits existierenden Charakter aus einem Fandom dargestellt). Dafür habe ich aber diverse meiner eigenen Charaktere, insbesondere aus Star Trek, zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten verkörpert, unter anderem eine Klingonin, eine Bajoranerin und den einen oder anderen menschlichen Starfleet-Offizier – wobei bei dem ersten eigenen Charakter, den ich je personifiziert habe, auf meiner ersten Con damals (die Galileo 7 II-Con in Bremen) plötzlich das Gerücht umging, Denise Crosby wäre als Gaststar anwesend, weil mein Charakter Tasha Yar sehr stark nachempfunden war. Vertraut war ich mit dem Thema Cosplay als solches also schon, nur hat es mich bislang immer mehr interessiert, selbst Teil des Ganzen zu werden und so meine eigenen Charaktere einzubringen und zu verkörpern. So kam ich bislang schlicht und einfach noch nie auf die Idee, einen Originalcharakter darstellen zu wollen. Dafür interagiere ich selbst viel zu gerne mit den Originalcharakteren, wie mit einer Familie.

Apropos Familie: Wenn man überhaupt irgendwo in meinem Leben von einer Familie reden kann, dann ist es bei den Ghostbusters. Denn hier sind es nicht nur meine Ideen und Charaktere, die in das Fandom involviert werden, sondern ich bin es selbst. Dieses Fandom ist meine Familie, was sich in Leela und Tasha auch widerspiegelt. Nirgendwo habe ich mich je so wohlgefühlt, und nirgendwo sonst wurde ich gleichermaßen so mit offenen Armen in die Gemeinschaft aufgenommen, wie bei meinen Jungs. Die Chemie stimmt einfach!

Lemmys Anfrage brachte nun eine neue Perspektive in mein Fandasein. Hier direkt ins richtige Cosplay einzusteigen war für mich also »unbekanntes Land«, wenn man so will. Die Idee reizte mich trotzdem. Denn mal ehrlich: Welcher richtige Fan läßt eine Möglichkeit aus, mit einem vollen Kopfsprung in jede mögliche Facette seines Fandoms einzutauchen? Und da die Sympathien bei uns beiden klar verteilt sind (will heißen, daß wir beide sowohl Jake, als auch Eddie mehr als nur mögen, den einen aber jeweils eben ein bißchen mehr), ergab sich die Rollenverteilung von allein! Das Cosplay reihte sich also nun zu all meinen anderen Fanaktivitäten in die Liste ein. Und es macht so viel Spaß…

Lemmy fragte mich also, damals noch etwas zurückhaltend und vorsichtig, ob ich Lust hätte, mit ihr zusammen das Cosplay zu Lous Ehren auf die Beine zu stellen. Da wir mittlerweile bereits gut im zweistelligen Seitenbereich unserer Briefe angelangt waren, ich ihr aber auch schnell eine Rückmeldung zukommen lassen wollte, klammerte ich das Thema aus unserer üblichen Korrespondenz aus und schrieb so den ersten Cosplay-Brief. Was dann folgte, war eine spannende Zeit gemeinsamer Planung, Organisation und Koordination, in der wir Erfolge, den einen oder anderen Rückschlag, und wieder Erfolge und sehr viel Spaß zu verbuchen hatten.

Okay, die Idee war da, es ging also an die Umsetzung.

Ich geb's ja zu. Ich kann nicht nähen. Und noch weniger kann ich schneidern. Meine Talente liegen auf anderen Gebieten. Aber das hat mich bisher nicht daran gehindert, meine Lieblingscharaktere zu cosplayen, denn wozu gibt es hervorragende Schneider/innen, die in der Lage sind, komplette Kostüme anzufertigen? Denen man nur ein paar Bildchen vorzulegen braucht, und sie zaubern einem das Outfit so, wie man es sich vorstellt?

Leela - die ebenfalls nicht schneidern kann - und ich hatten das Glück, jeweils solche Schneider/innen an der Hand zu haben.

Ich bin also mit ein paar aussagekräftigen Bildchen von Jake zu meiner Schneiderin gegangen, habe das Projekt erläutert und konnte gleich am nächsten Tag schon den Stoff kaufen gehen. Diesen habe ich dann hingebracht, und von dem Moment an hatte ich keinen Einfluss mehr auf das, was kommen mochte, und konnte mich überraschen lassen.

Der Mantel: Eine kleine Odyssee. Sie begann am 10. März 2014, als ich mir eine Schneiderei ausgesucht hatte und dort das Projekt vorstellte. Die Schneiderin war begeistert und wollte den Auftrag unbedingt übernehmen. Einziges Manko: Sie befand sich gerade mitten im Umzug, so daß das Atelier nicht mehr voll eingerichtet war, und sie natürlich auch privat einiges zu organisieren hatte (das Atelier befand sich bei ihr zu Hause). Trotzdem sagte sie zu, den Auftrag zu übernehmen, weil ihr das Projekt gefiel; die Adresse wäre nur bald eine andere, sagte sie. Nun, damit konnte ich leben! ^^
Zuerst sollte ein Rohschnitt gefertigt werden. Hier dauerte es aufgrund des Umzuges bereits länger als geplant, bis der nächste Termin stattfand. Dennoch blieb sie zuversichtlich, daß es nun zeitnah weitergehen würde. Sogar die Ghostpacks und die Handschuhe wollte sie mir machen, und wir besprachen diverse Details. Wieder ging die Zeit in's Land. Am 14. Oktober 2014 dann, nach mehreren Nachfragen, der Supergau: Es gab Komplikationen beim Umzug, so daß sie den Auftrag aufgeben mußte! Eigentlich hätten im Herbst schon die ersten Fotos gemacht werden sollen! Ab da war Panik angesagt!
Am gleichen Tag noch konsultierte ich das Internet, um eine andere Schneiderei in der Nähe zu finden, die den Auftrag übernehmen würde, und ich telefonierte einige Nummern ab, in der Hoffnung, noch an dem Tag das Projekt neu in Auftrag geben zu können. Rettung kam von »Katrins Nähstübchen«, nur einen Ort entfernt. Noch am gleichen Tag stellte ich dort mein Projekt vor. Ab da war ich bald jede Woche ein bis zweimal bei ihr, um Details zu besprechen, Anproben zu machen etc. Das Ergebnis seht ihr auf den Bildern rechts und links. Von ihr kommen auch die Ghostpacks (s.u.).

Während Jakes Uniformjacke in Arbeit war, habe ich mich um eine passende Hose und Stiefel gekümmert.

Es ist übrigens super, wenn der Schneider / die Schneiderin eigene Ideen hat, wie man etwas Bestimmtes umsetzen kann. In meinem Fall die Stiefelstulpen, die laut Cartoon-Vorgabe die Farbe der Uniformjacke haben. Die Lösung des Problems? Stulpen aus demselben Stoff, aus dem auch die Jacke ist, anzufertigen. Perfekt!

Die unkomplizierten Kleinigkeiten… …die dazugehören, aber leicht über das Internet zu bestellen sind; sieht man davon ab, daß man immer erst mal das richtige finden muß. Mütze und Perücke waren da noch am schnellsten gefunden. Auch die Hose war kaum ein Problem. Die Stiefel waren da schon eine größere Herausforderung!
Die Stiefel suchte ich über einen längeren Zeitraum, und die brachten mich tatsächlich schier zur Verzweiflung. Nicht einmal unbedingt, weil es ein Akt für sich ist, als Frau Schuhe in Größe 42 zu finden – darauf, daß es Damenschuhe sind, habe ich bei meiner Suche schon gar nicht geachtet. Wenn man im Internet aber nach »Stiefel orange« sucht, findet man alles! (auch Dinge, die man gar nicht sehen will!), nur nicht schlichte, orange Stiefel! (Was ist aus den guten alten, klassischen Gummistiefeln geworden…?) Aber man wird ja erfinderisch! Und so suchte ich schließlich auch nach den Farben »Nuss«, »Rost« und »Terracotta«. Den wunderbaren Glückstreffer, den ich schließlich gelandet habe, seht ihr auf den Cosplay-Fotos!

Das nächste Problem war der Gürtel! Einen breiten Gürtel in der richtigen Farbe mit der richtigen Schnalle – es war fast ein Ding der Unmöglichkeit! Ich tastete mich also so nahe an das Ergebnis heran wie irgendmöglich, und war doch nie ganz zufrieden, weil alles immer irgendwie mit Abstrichen verbunden war. Ganz zum Schluß fand ich schließlich diesen. Zwar ist die Farbe und die Form der Schnalle nicht ganz authentisch, aber dichter dran als alles andere, was ich bis dahin gefunden hatte – und gerade von weitem finde ich, sieht es trotzdem richtig gut aus. Das ist ein Kompromiß auf den ich mich einlassen kann! ^^ Der Gürtel wurde lediglich noch schnell von unserem Flickschuster in Bruchhausen-Vilsen gekürzt, da er doch deutlich zu lang war.

Was noch? Ach ja, die Perücke… gleich der erste Kauf bei Amazon war ein Treffer. Blond, kurz, Seitenscheitel – und ein guter Friseur, der einem nach Bildvorlagen die Perücke schneidet und frisiert. Ich war mit dem Resultat sehr zufrieden.

Während alles in Arbeit war, habe ich mich daran gemacht, die Geräte, die Jake am Gürtel trägt, und das Funkgerät, das er um den Hals hat, anzufertigen. Hierbei habe ich gemerkt, dass zum einen der Baumarkt und zum anderen Modelliermasse dein Freund ist ;-). Und Silberlack zum Ansprühen.

Das Multifunktionsgerät: Kommunikation, Waffen, Hubrotor… Eddies Device ist unabkömmlich! Doch wie am besten nachbauen? Der erste Gedanke, der sich anbot, war Modelliermasse. Meine ersten Versuche mit Rico Superfluffy scheiterten jedoch. Zwar konnte ich die Farbe gut mischen und das Material ließ sich auch gut verarbeiten, doch es war so elastisch, daß ich es nicht in eine glatte Form bekam. Also doch umgeswitcht auf Fimo! Zusammen mit einem Metallgitter zur Stabilisierung ließ es sich nahezu perfekt verarbeiten, und sogar, wie auch bei dem Superfluffy, ließ sich der Kanal für das Band gut integrieren. Das große Manko bei dieser Version: Sie war zu schwer!
Knapp an der Verzweiflung angelangt, fand ich dann durch Zufall auf eBay Schaumstoffplatten in der richtigen Farbe, die man zudem mit einer Klebeseite bestellen konnte. Bei meinem nächsten Versuch hieß es also, Schaumstoffplatten zuzuschneiden und aufeinanderzukleben – fast so wie die bekannten 3-D-Puzzle. Und das klappte sehr gut! Das Resultat seht ihr links. – die einzige Sorge, die ich hatte war, daß das Material sehr empfindlich ist. Man muß also höllisch aufpassen, da es leicht beschädigt werden kann. Ansonsten war ich sehr zufrieden. → Bis zur ersten Fotosession, und Windstärken, die uns zur Verzweiflung brachten. Dabei wurde schnell klar: Das Device ist zu leicht!

Etwas frustriert begann der Überlegungsprozeß also von vorne. Doch wie sollte ich - vor allem auf die kurze Zeit bis zur nächsten geplanten Fotosession nur knappe zwei Wochen später - eine neue Idee aus dem Hut zaubern? Als ich schon in Erwägung zog, auch das Device über unsere LARP-Waffen-Firma fertigen zu lassen (was ich nie rechtzeitig hätte realisieren können), kam mir plötzlich der rettende Gedanke! (Warum kommt man auf die einfachsten Sachen eigentlich immer erst zum Schluß?) Warum macht man es nicht aus Holz? Eine Tischlerei habe ich nur ein paar Minuten entfernt, – also meine Skizzen und Vorlagen eingepackt, und jetzt kam mir meine Schaumstoffversion auch gut zu Paß, denn die konnte die Tischlerei gut als Muster verwenden! Die erste Version aus Holz (rechts) ist eine Praktikantenversion und kostete mich deswegen nicht einmal etwas. Sieht doch klasse aus! Eine zweite, genauere Version ist gerade in Arbeit. Bis dahin tut diese Variante ihren Dienst, und die Acrylfarbe, die ich eigentlich für das Fimo besorgt hatte, kam auch noch zum Einsatz.

Was die Waffen betrifft, so haben Leela und ich uns dafür entschieden, LARP-Waffen anfertigen zu lassen, da wir keine Idee hatten, wie wir die Waffen umsetzen könnten, zumal womöglich noch aus Metall. Das hätte unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten deutlich überschritten. Von daher haben wir uns vertrauensvoll an eine LARP-Seite gewandt, auf der auch Sonderanfertigungen angeboten werden. Das Resultat war umwerfend! Aber die Geschichte unserer Waffen sollte vielleicht besser Leela erzählen.

Was die Ghostpacks betrifft… da hat Leelas Schneiderin einen ganz großen Wurf gelandet! Unsere erste Idee war, Schaumstoff in entsprechender Größe und Form mit Stoff, auf den das Logo aufgedruckt ist, beziehen zu lassen, aber Leela hatte dann die Idee, die Ghostpacks tatsächlich nutzbar zu machen, so dass man auch Kleinigkeiten hineintun kann. Und dahingehend hat ihre Schneiderin großes Talent und Geschick bewiesen. Hut ab! Die Ghostpacks sind wirklich super geworden.

Die Ghostpacks: Ein zentrales Thema in unserer Planung, denn was wären die Ghostbuster ohne Ghostpacks? Wie macht man am sinnvollsten authentische Ghostpacks? Von Lemmy kam wie gesagt die Idee, einfach Schaumstoff beziehen zu lassen. Doch das war mir zu wenig! Wenn schon Ghostpacks, dann sollten sie auch nutzbar sein. Auch hier hatte meine Schneiderin Katrin die richtige Idee: Mit Taschenpappe konstruierte sie richtige Rucksäcke im Ghostpack-Design. Einen Ghostgummer bekommt man dort zwar nicht unter, aber zumindest für ein paar einfache, leichte Dinge kann man ihn bequem einsetzen. Und das beste ist: Sogar die kleinen Seitentaschen sind nutzbar! ^^

Perfektion ist alles, oder: Die Sache mit der Augenfarbe: Eigentlich wollte ich es nicht! Ich bin nicht einmal Brillenträgerin, und die Vorstellung, mir Kontaktlinsen in die Augen zu heften, löste allein beim Gedanken Horror in mir aus. Leider könnte die Augenfarbe von mir und Eddie nicht unterschiedlicher sein. Na gut, dann hat Eddie eben mal blaue Augen, wie in ein paar falsch kolorierten Cels im Cartoon, oder in den deutschen Comics. Nach der ersten Fotosession hatte es mich aber so genervt, daß dieses Detail fehlte, und nachdem sogar am Abend noch Jake (alias Lemmy) zu Eddy (alias mir) beim gemütlichen Essen beim Chinesen ganz allgemein sagte, Eddy solle mal seine Ängste überwinden, setzte ich dies am Montag darauf in die Tat um und sprach bei Apollo vor. Was für mich zuerst als »Ding der Unmöglichkeit« galt, entpuppte sich als Kinderspiel. Und somit stimmt jetzt auch das letzte Detail!

Oh, apropos letztes Detail! Nachtrag vom 11.05.2015: Das Fliegercappi! Nachdem mir endlich (mit Moosgummi und einem weiteren Lederriemen) die Idee gekommen ist, wie ich das Fliegercappi von Eddie authentisch gestalten kann, seht ihr hier das Resultat:

Vom dienstlichen zum privaten Teil: Denn nur die Uniform ist noch nicht genug!

Das Alltags-Outfit der Ghostbusters

Das durfte nicht fehlen! Schließlich sieht man Jake und Eddie in der Serie sehr häufig in ihren normalen Alltagsklamotten, und die sind ebenfalls sehenswert!

Ich glaube, Leela und ich sind gleichermaßen von den Uniformen als auch vom Straßen-Outfit begeistert. Wer auch immer von den Machern der Serie die Idee hatte, die Jungs in diese Klamotten zu stecken, und dann noch in diesen Farbkombinationen – Hut ab! Die Kleidung ist sehr ansprechend.

Bei Eddie ist es, und ich glaube, da spreche ich Leela aus der Seele, die farbenfrohe Kombination, die Eddies sonniges und fröhliches Gemüt widerspiegelt. Okay, vielleicht ist es ein bisschen zu bunt, aber hey, es fällt auf! Und er kann es absolut tragen! Ein schickes weinrotes Jackett, das sich mit dem grünen Hemd eigentlich beißen sollte, es aber dann doch nicht tut, dazu eine blaugelbe Krawatte, eine gelbe Hose, grüne Socken und blaue Slipper. Eddie, der wandelnde Regenbogen :-). Er traut sich was!

Bei Jake gefällt mir zum einen die gelungene Farbzusammenstellung (verschiedene Blautöne harmonieren ganz wunderbar mit Rosa) und zum anderen sein Kleidungsstil insgesamt. Wer kombiniert schon ein Jackett und ein rosa Hemd mit einer nur locker umgebundenen weißen Krawatte, Jeans und Turnschuhen? Das sieht sportlich und lässig in einem aus. Und Jake verleiht das Outfit einen ganz eigenen Charme! Der junge Teamführer kann diese Kombi unheimlich gut tragen, und er sieht sehr gut darin aus ;-).

Für uns war es nur naheliegend, uns auch das »Zivil-Outfit« zuzulegen. Der Vollständigkeit halber, sozusagen.

Es war uns jedoch ziemlich schnell klar, dass es unmöglich sein würde, Jacketts in der passenden Art, Größe und Farbe zu bekommen. Also haben wir wiederum unsere Schneiderinnen bemüht. Und damit von den Stoffen und der Farbintensität alles gut zusammenpasst, sprich damit der Gesamt-Look stimmt, kamen auch noch die Hemden und Hosen dazu, die ebenfalls maßangefertigt sind.

Ich hatte das Glück, dass ich mir eine schmale, weiße Krawatte kaufen konnte. Leela musste sich Eddies Krawatte selber nähen. Vielleicht ist Eddie da doch ein bisschen extravagant, und Jake ein bisschen weniger anspruchsvoll ;-). Mit den Schuhen hatte sie auch mehr Schwierigkeiten als ich – blaue Slipper sind offenbar nicht so einfach zu finden wie weiße Turnschuhe. Bei mir kam dafür dann noch der Gürtel dazu, der eine bestimmte Art von Schließe haben musste. Inzwischen habe ich auch rosa Socken. Ja, Jake trägt rosa Socken :-)!

Die Alltags-Outfits der Ghostbusters haben einen beinahe ebensolchen Wiedererkennungswert wie die Uniformen. Das ist zum Großteil dem individuellen Stil und Farbgeschmack der beiden Jungs geschuldet.

Für uns war es nur konsequent, nicht nur die Uniformen tragen zu wollen, sondern auch die »Zivilklamotten«. Entweder, oder. Da sind wir Fans durch und durch ;-).

Für mich stand von vorneherein fest, daß ich nicht nur die Uniform haben will, sondern auch und insbesondere die tolle Anzugkombination von Eddie! Fast sogar noch eher als die Uniform, denn einem Zufall zufolge hatte ich schon ein weinrotes Jackett zu Hause, sowie blaue Schuhe – auch wenn es keine blauen Slipper waren. Aber ein Anfang war ja schon mal gemacht, und das, gänzlichst ohne es zu planen! ^^

Das einzige, was ungünstig war: Natürlich war das Jackett nicht auf mich zugeschnitten, und somit viel zu groß. Auch ein grünes Hemd zu finden, das paßte, genau den Vorgaben entsprach und dabei nicht zu klein war, war schier unmöglich. Das einfachste waren noch die grünen Socken; die konnte ich leicht im Internet bestellen! Und auch mit der gelben Hose klappte das gut!
Die erste Krawatte nähte ich sogar schon recht früh zusammen mit meiner Mutter selbst, einfach, weil ich sie haben wollte! Lemmy bekam davon auch ein Exemplar, denn Eddies Krawatte ist schon etwas besonderes (ich habe im Internet geguckt; keine Chance, etwas in der Richtung zu finden!). Nun fehlte nur noch der ganze Rest.

Die Lösung lag schnell auf der Hand: Wenn man etwas paßgenau haben möchte, muß man es sich maßschneidern lassen! Den Auftrag hierzu vergab ich bereits, als meine Uniform noch in Arbeit war, an eine zweite Schneiderei, um Zeit zu sparen. Eigentlich ging es mir hauptsächlich um das Jackett und das Hemd. Ich fragte bei der Gelegenheit aber auch noch mal nach der Krawatte, um zu sehen, wie diese von einer Schneiderei umgesetzt werden würde. Die Schneiderin bot mir sogar an, die Hose gleich mitzuschneidern, was ich ebenfalls annahm. Zwar hatte ich schon meine gelbe Hose aus dem Internet, eine komplette Maßschneiderung interessierte mich aber trotzdem, und so vergab ich den Auftrag komplett.
Das Ergebnis war ein wunderbar passender Anzug – das einzige, was etwas ungüstig war: Hose und Krawatte wurden aus einer Seide geschneidert, weil der Stoff, den wir ursprünglich für die Hose ausgesucht hatten, nicht geliefert werden konnte. Es sieht zwar schick aus, nur raschelt der Stoff der Hose. ^^ Hier griff ich also doch eher auf die farblich super passende und glücklicherweise gut sitzende Hose aus dem Internet zurück. Bei der Krawatte fiel das Material ja nicht in's Gewicht, diese ist farblich aber für meinen Geschmack zu hell ausgefallen, so daß ich auch hier auf meine eigene Variante zurückgriff. Nichtsdestotrotz war es eine ganz tolle Arbeit von der Schneiderei, die ich nur weiterempfehlen kann.

Wie auch bei den Stiefeln für die Uniform wurden die Schuhe noch ein Problem für sich. Ich hatte nie Probleme damit, in Größe 42 zu bestellen. Jetzt hatte ich schon Probleme, blaue Slipper in der richtigen Größe zu finden! Und als ich dann ein richtig authentisch wirkendes Paar fand, und auch in meiner Größe bestellte – fielen diese zu klein aus! *grumpf* Also mußte ich diese zurückschicken, und konnte sie nicht einmal eine Nummer größer bestellen, weil 43 gerade nicht lieferbar war. Glücklicherweise hatte ich noch genau ein anderes Paar im Internet gefunden, das ebenfalls paßte und in meiner Größe vorrätig war. Und damit hatte ich schließlich Glück.

Und damit hatten wir auch das Ziviloutfit der Jungs zusammen! Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man die kompletten Klamotten, Anzug und Uniform, sowie die Ausstattung mit Waffen und Equipment, hier bei sich zu Hause hat. Ein paar Kleinigkeiten gibt es nun sicher noch nachzubessern. Es wird bei der »Version 1.0« immer Aspekte geben, bei denen man denkt: 'Mist, das hätte noch besser / authentischer sein können!' Manche Dinge fallen einfach erst hinterher auf und man wird sich gewisser Kleinigkeiten erst später bewußt, zum Beispiel, wenn man die Kleider im Gebrauch hat oder Bilder abgleicht. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Dies sind aber Kleinigkeiten, die nun mit der Zeit in Angriff genommen werden, um das Cosplay zu perfektionieren. Das kommt nun alles nach und nach. Erst mal ist unser Ghostbuster-Kleiderschrank soweit komplett, und die Arbeit unserer Schneiderinnen ist und bleibt phantastisch; und nur das ist im Augenblick wichtig! ^^

Letztendlich, nach rund einem Jahr, hat sich bei Leela und mir alles zu einem großen Ganzen zusammengefügt, so dass wir uns zur ersten Fotosession zusammenfinden konnten.
Ich bin froh, dass unser Projekt gelungen ist und das Ergebnis sehr dicht dran ist am Original. Ich glaube, man kann uns durchaus wiedererkennen ;-).

Leider fehlt uns Tracy, der unverzichtbar zum Team gehört. Beinahe noch besser wäre Prime Evil, denn was wären die Ghostbusters ohne ihren großen Gegner?

Für den Moment sind wir mit dem, was wir haben, mehr als zufrieden und glücklich. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich zukünftig ja noch ein bisschen mehr?

In diesem Sinne: Auf geht´s, Ghostbusters :-)!

Lemmy & Leela

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